Dr. med. Alexander Kosarev

Privatpraxis - Hilfe bei Schmerzen

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Medikamente in der Schmerztherapie - Dr. Alexander Kosarev in München

Viele Patienten greifen, gerade bei Kopfschmerzen, oft zu schnell nach rezeptfrei erhältlichen Medikamenten. Gerade bei länger anhaltenden Schmerzen können durch die Einnahme falscher oder ungeeigneter Schmerzmittel verstärkt Nebenwirkungen auftreten, welche wiederum Schmerzen verursachen können. Ein Teufelskreis ist die Folge - deshalb sollten Sie auf die Signale Ihres Körpers hören und gerade bei länger anhaltenden Schmerzen ärztlichen Rat einholen. Dr. Kosarev berät Sie in seiner Praxis in München gerne ausführlich über die für Ihre Beschwerden in Frage kommende Schmerztherapie und die dafür geeigneten Medikamente.

 

Welche Schmerzmittel verwendet Dr. Kosarev in seiner Münchner Praxis?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Schmerzmittel entsprechend ihrer Stärke in drei Gruppen eingeteilt. Diese Einteilung gilt vor allem bei akuten Schmerzen, bei chronischen Schmerzen gelten gewisse Einschränkungen.

 

Leichte Schmerzen werden mit Medikamenten mit den verschiedensten Wirkstoffen behandelt, die Wirkung erfolgt dabei direkt am Ort des Entstehens. Die größte Untergruppe bilden die sogenannten Rheumamittel, also nicht kortisonhaltige Medikamente gegen Schmerzen des Bewegungsapparates. Diese Medikamente wirken schmerzstillend und auch entzündungshemmend. Zu ihnen gehören Medikamente mit Acetylsalicylsäure (ASS), also beispielsweise Ibuprofen, Aspirin, oder Diclofenac. Eine weitere Untergruppe bilden Paracetamol und Metamizol/Novaminsulfon, welche nicht nur für Schmerzen des Bewegungsapparates, sondern gegen alle Formen des Schmerzes wirken - jedoch fehlt diesen Medikamenten die entzündungshemmende Wirkung.

 

Mittelstarke Schmerzen werden mit sogenannten Opioiden behandelt, einige Beispiele sind die zwei schwachen Morphin-Abkömmlinge Tramadol und Tilidin N. Diese Medikamente wirken eher zentral auf die Weiterleitung des Schmerzes im Rückenmark und im Gehirn. Eine häufigere Nebenwirkung von Opioiden ist ein Schwindelgefühl, welches aber nach einiger Zeit abklingt. Bei unsachgemäßem und unregelmäßigem Gebrauch können diese Medikamente schnell zu einer Medikamentenabhängigkeit führen. Sie sollten die Einnahmeanweisungen Ihres Arztes unbedingt befolgen!

 

Bei starken Schmerzen kommen Opiate zum Einsatz. Die Grundsubstanz aller Opiate ist Morphin, kleine chemische Veränderungen dieser Grundsubstanz bewirken eine Änderung der Wirkung und der Nebenwirkungen. Ähnlich wie auch bei Opioiden setzt die Wirkungsweise der Opiate bei der Schmerzweiterleitung und -verarbeitung im Gehirn an. Neben der auch bei Opioiden vorkommenden Nebenwirkung von Schwindel kann es bei Opiaten auch zur Obstipation, also Verstopfung, kommen.

 

Bei chronischen Schmerzen sind Medikamente zwar ein wichtiger Teil der Therapie, sie können den Schmerz aber nur vorübergehend mildern oder ausschalten. Bei unregelmäßiger Einnahme können sie die Chronifizierung des Schmerzes sogar noch unterstützen. Bei chronischen Schmerzen gilt es diese nicht nur mit Medikamenten, sondern in Kombination mit anderen Therapien zu behandeln.

Da bei chronischen Schmerzen eine Behandlung oft über Monate oder gar Jahre andauern kann, scheiden die sehr wirksamen Rheumamittel ob ihrer Nebenwirkungen vollständig aus, nur Paracetamol und Metamizol können für eine längere Therapie in Betracht kommen. Für eine langfristige medikamentöse Therapie werden deshalb meist Morphinabkömmlinge verwendet, da bei diesen Medikamenten organschädigende Nebenwirkungen nicht bekannt sind. Am Ende der Therapie dürfen diese Medikamente jedoch nicht einfach abgesetzt werden, sondern müssen, um einer Entzugssymptomatik vorzubeugen, stufenweise reduziert werden. Unter Umständen ist auch die Teilnahme am Straßenverkehr nur noch eingeschränkt erlaubt.

 

Schmerztherapie mit Psychopharmaka und anderen Medikamenten

Gerade Psychopharmaka haben manchmal einen oft auf Unwissenheit oder Halbwissen basierenden schlechten Ruf. Sollten Sie Vorbehalte gegenüber der Einnahme von Psychopharmaka haben, sprechen Sie Dr. Kosarev darauf an. In einem klärenden Gespräch können viele Zweifel und Unsicherheiten schnell beseitigt werden.

 

Für die Schmerztherapie können auch Psychopharmaka, insbesondere zu den Antidepressiva gehörende Trizyklika, verwendet werden. Je nach Wirkstoff werden im Rückenmark die Schmerz übertragenden Botenstoffe blockiert oder deren Abbau gestört. Das dadurch entstehende Monoamin aktiviert die Adreno- und Serotoninrezeptoren an den Nervenenden, was wiederum die Ausschüttung Stoffen, welche die Schmerzempfindlichkeit der Nozizeptoren steigern, hemmt.

 

Antiepileptika verhindern starke elektrische Entladungen in den Nervenbahnen und kommen häufig bei Schmerzen durch Nervenschädigungen zum Einsatz, zum Beispiel bei Trigeminusneuralgie.

 

Cortison weist eine stark entzündungshemmende Wirkung auf, ebenso wirkt es gegen Schwellungen und mildert dadurch eventuellen Druck auf eingeklemmte Nervenbahnen.